Karl IV. (1316-1378) war König von Böhmen und römisch-deutscher Kaiser. In Prag ließ er den Veitsdom bauen und veranlaßte 1348 die Gründung der ersten deutschen Universität. Anfänglich waren ca. drei Viertel der Studenten Deutsche.
1356 wurde auf Initiative von Karl IV. auf den Reichstagen in Nürnberg und Metz die „Goldene Bulle“ beschlossen. Sie war bis zum Ende des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation das Grundgesetz und wichtigste Verfassungsdokument. Die Goldene Bulle regelte unter anderem die Königswahl. In Tschechien wird Karl IV. auch heute noch als „Vater des Vaterlandes“ verehrt.
In der Zeit seiner Herrschaft wütete die Pest in Europa.