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Strategisches Ziel:

Es ist noch nicht zu spät, aber mindestens fünf vor zwölf. Konsenssüchtig wie die Altparteien lediglich Symptome zu bekämpfen, ist daher zu wenig. Deutschland braucht ein historisches Reformpaket – ein Jahrhundertprojekt.

Narrativ:

Vergangenheit

In seinen „Weltgeschichtlichen Betrachtungen“ führte Jacob Burckhardt (1818-1897) aus: „Eine Eigentümlichkeit höherer Kulturen ist ihre Fähigkeit zu Renaissancen.“ In Deutschland gelang das z.B. mit den preußischen Reformen und dem Geist von 1806. In dieser Zeit entstand unter anderem das ganzheitliche, Humboldtsche Bildungsideal und der unabhängige Beamte, der sich als Diener des Staates versteht. Der „Geist von 1806“ legte die Grundlage für die deutsche Einigung 1871 sowie die Blüte der deutschen Wirtschaft und Wissenschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Gegenwart

Bedingt durch den langen Katastrophenschatten von 1945 gab Deutschland etliche kulturelle und zivilisatorische Errungenschaften freiwillig auf, die es seit 1806 errungen hatte. Es nistete sich eine Angst vor zu viel eigener Stärke ein. Trotz dieser „Ängstlichkeit von oben“ gelang den fleißigen Deutschen in dieser Zeit ein Wirtschaftswunder und sie führten 1989 eine „friedliche Revolution“ zum Erfolg. Statt aus den Montagsdemonstrationen und dem Ruf „Wir sind das Volk“ Selbstbewußtsein zu schöpfen, brach nach der Deutschen Einheit indes wieder Ängstlichkeit aus. Sie sorgte für einen linken Sonderweg der Selbstaufgabe. In allen zentralen Politikfeldern (Euro, Migration, Energie, Wohnen) wurden die eigenen Interessen (harte Währung, Innere Sicherheit, Energie-Souveränität, Wohlstand) zugunsten einer diffusen „Weltrettung“ aufgegeben.

Negative Zukunftserwartung

Im schlimmsten Fall führt die „Weltrettung“ zu einem volkswirtschaftlichen Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Die Verleugnung eigener Interessen hat zudem eine tiefe Spaltung in unser Land gebracht. Ebenso wie in anderen europäischen Staaten stehen sich heute Heimatverbundene (Somewheres) und ortlose Globalisten (Anywheres, vgl. David Goodhart) gegenüber. Diese Globalisten wollen alle räumlichen Bezüge tilgen. Das Tragische an diesem (Eliten-)Experiment: Selbst wenn sie mit ihren Utopien scheitern, kommen sie wahrscheinlich ungeschoren davon, weil sie sich in abgeschirmte Wohnviertel („Gated Communities“) zurückziehen können, während die Heimatverbundenen mit den Problemen leben müssen, die andere angerichtet haben. Den Globalisten gelingt es bisher leider brillant, Gewinne zu privatisieren, aber die Kosten und Schulden ihrer Agenda auf die Völker und Nationalstaaten abzuwälzen.

Eigene Vision

„Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“, dichtete Friedrich Hölderlin 1803 und nahm damit gewissermaßen den Geist von 1806 vorweg. Im Gegensatz zu 1806 streben wir allerdings keine „Revolution von oben“ an, sondern wollen eine Graswurzelbewegung prägen. Wir verstehen uns deshalb als das Sprachrohr aller heimatverbundenen Deutschen, die für Freiheit, Souveränität und Demokratie einstehen.

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