Thorsten Schmiege wurde in die Kategorie „Gegner“ aufgenommen. Er ist Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und derzeit1Stand: 26.05.2026 Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM). In diesen Funktionen pocht Schmiege auf einer gesetzlichen „Vielfaltsverpflichtung“ für soziale Netzwerke. Die Plattformen sollen dazu „desinformierende, polarisierende oder lediglich aufmerksamkeitsstarke Inhalte“ seltener anzeigen und „verlässliche Anbieter“ bevorzugen. Wer diese „verlässlichen Anbieter“ sind, sollen die Medienanstalten entscheiden, berichtet Apollo News. Letztendlich laufe das auf eine Quote für etablierte Medien hinaus. Diese etablierten Medien werden dann wiederum in eine Reihenfolge gebracht:
Dort stehen ARD und ZDF auf den ersten Plätzen. Zwar ist diese Rangliste laut den FAQ zum „Public Value“ formal nicht bindend, dennoch heißt es dort: „Wer nach Maßgabe der Empfehlungen sortiert, sortiert jedoch sicher diskriminierungsfrei“ – geht also rechtlich auf Nummer sicher. Und weiter: „Eine Übernahme der Empfehlung wird daher dringend angeraten.“
Apollo News bewertet diesen Ansatz als „umgekehrte Zensur“: „Unliebsame Inhalte werden nicht gestrichen, aber erwünschte Inhalte werden zwangsweise in den Vordergrund gestellt“. Aus diesem Grund besteht der Verdacht, daß Thorsten Schmiege daran mitwirkt, die Meinungs- und Pressefreiheit zu beschneiden.