Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888) ist der Namensgeber der genossenschaftlichen Raiffeisenbanken, die bis heute bestehen. „Raiffeisen, dem im leidgeplagten Elternhaus eine höhere Bildung versagt blieb, blickte aus christlicher Perspektive der Nächstenliebe auf die Notstände der beginnenden Industrialisierung im Deutschen Reich – fehlender Wohnraum in den Industriezentren, Unterbezahlung und harte Arbeitsbedingungen der Fabrikarbeiter“, fassen Edgar Wolfrum und Stefan Westermann zusammen.

Zunächst gründete Raiffeisen als Bürgermeister einen Hilfsverein zur Unterstützung unbemittelter Landwirte. Daraus entstand der Genossenschaftsgedanke. Mehrere Bauern schlossen sich zusammen, um zu günstigeren Konditionen einkaufen zu können. Ähnliche Vereine wurden von Raiffeisen später auch für Industriearbeiter aufgebaut. Das Grundprinzip lautete dabei stets: Hilfe zur Selbsthilfe! Auf diesen solidarischen Ansatz setzten schließlich auch berühmte Unternehmer bzw. Erfinder wie Rudolf Diesel.