Heinrich von Plauen (1370-1429) bewahrte den Deutschen Orden nach der verheerenden Niederlage in der Schlacht von Tannenberg im Jahre 1410 vor dem Untergang. Er organisierte über mehrere Wochen hinweg die Verteidigung der Marienburg gegen die Übermacht polnischer und litauischer Truppen. Damit ging er als „Retter des Deutschen Ordens“ in die Geschichte ein. Nach der erfolgreichen Verteidigung blieb Heinrich von Plauen bis 1413 Hochmeister des Deutschen Ordens. 1411 schloss er Frieden mit Polen. Heinrich von Plauen musste Gebiete abtreten und hohe Reparationen zahlen, die ihn zu Steuererhöhungen zwangen. Durch einen Staatsstreich wurde er schließlich abgesetzt und inhaftiert. 1455 ging die Marienburg nach einem weiteren Krieg und den damit einhergehenden finanziellen Problemen in den Besitz des polnischen Königs über.
Ernst Wichert hat 1881 einen historischen Roman über Heinrich von Plauen geschrieben.