Otto Dix (1891-1969) zählt zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Er wird der Stilrichtung der Neuen Sachlichkeit zugeordnet. Berühmtheit erlangte sein Triptychon Der Krieg. Zu erwähnen ist zudem seine Arbeit zu den sieben Todsünden. Dix war Kunstprofessor in Dresden, wurde jedoch 1933 nach der nationalsozialistischen Machtergreifung entlassen. Er zog sich daraufhin in die Innere Emigration zurück. 1959 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.

In dem Buch Ein deutscher Maler. Otto Dix und der Nationalsozialismus wird argumentiert, Dix habe mit seinen „altdeutschen, künstlerischen Referenzen“ (z.B. zu Dürer) einen „als konservativ bezeichneten Erhaltungsanspruch tradierter Gestaltungsformen“ verfolgt. Er habe einen spezifisch deutschen Traditionalismus mit modernen Gestaltungsebenen kombiniert. Sein Triptychon Der Krieg verweise auf Matthias Grünewald und andere Meister der Renaissance. Dix bezeichnete sich auch selbst als „deutscher Maler“.