Paul Ehrlich (1854-1915) erhielt 1908 den Medizin-Nobelpreis. Er arbeitete am Institut für Infektionskrankheiten von Robert Koch. Den Nobelpreis bekam er für seine Forschungen zur Antikörperbildung (Seitenkettentheorie). Ehrlich zählt darüber hinaus zu den Begründern der Chemotherapie und entwickelte Färbemethoden für Blutuntersuchungen. Unter seiner Regie wurde die Überprüfung und Zulassung von Medikamenten und Impfstoffen maßgeblich vorangetrieben. Sein revolutionär neuer Ansatz bestand darin, nach Substanzen zu forschen, die nur den Krankheitserreger angreifen, aber nicht den restlichen Körper des Patienten.