Robert Koch (1843-1910) war einer der größten Mediziner und Mikrobiologen seiner Zeit. Dabei verfügte er anfangs nur über ein einfach ausgerüstetes Labor in seinem Privathaus. Durch neue Methoden konnte er erklären, wie sich die Viehseuche Milzbrand immer wieder ausbreitete. Die Entdeckung des Tuberkuloseerregers machte ihn schließlich 1882 weltberühmt und sorgte für einen schnellen Aufstieg von Robert Koch im Kaiserreich. 1905 erhielt er dafür den Medizin-Nobelpreis. Auch im 21. Jahrhundert zählt die Tuberkulose außerhalb der westlichen Welt noch immer zu einer der Krankheiten mit den meisten Todesfällen.

Ab 1891 leitete Koch das auf ihn zugeschnittene Preußische Institut für Infektionskrankheiten, das später in Robert-Koch-Institut umbenannt wurde. Dort arbeitete auch Paul Ehrlich, der 1908 den Medizin-Nobelpreis erhalten sollte.