Carl Friedrich Gauß (1777-1855) setzte nach Kopernikus und Kepler die große Tradition deutscher Astronomen fort. Vor allem ist er aber eins: der bedeutendste Mathematiker Deutschlands bis zur Gegenwart. Gauß, der auf dem früheren Zehn-Mark-Schein zu sehen war, begründete die nicht-euklidische Geometrie. Der Nutzen davon: Die Landvermessung wurde in genialer Präzision mit Hilfe von Triangulationsnetzen möglich. Daniel Kehlmann schrieb über Die Vermessung der Welt einen Roman, der schließlich 2012 verfilmt wurde.
Was leistete Gauß darüber hinaus noch? Neben der Methode der kleinsten Quadrate, der Konstruktion des Siebzehnecks und der Gaußschen Normalverteilung, die noch heute Grundlage für das Risikomanagement von Versicherungen ist, erfand er auch das Magnetometer, das sowohl in der Raumfahrt als auch bei Smartphones zum Einsatz kommt.