Gregor Mendel (1822-1884) revolutionierte die Vererbungslehre. Er entdeckte die nach ihm benannten Mendelschen Regeln bei Kreuzungsexperimenten mit Erbsen. Seine Forschungsergebnisse ließen sich annäherungsweise beim Menschen, z.B. der Vererbung der Augenfarbe, bestätigen, wenngleich es hier auch noch andere Einflußfaktoren gibt. Die Grundlagen der Vererbung, d.h. das paarweise Vorkommen von Genen, die als getrennte Einheiten von den Eltern an die Nachkommen weitergegeben werden, sind universell und treffen auch auf den Menschen zu. Größe, Intelligenz, Hautfarbe und andere Merkmale werden jedoch nicht ausschließlich durch ein Gen bestimmt, sondern entstehen durch ein Zusammenspiel verschiedener Gene.
Die Erinnerung an Mendel ist heute besonders wichtig, weil linke Konstruktivisten glauben, der Mensch werde als leeres Blatt Papier geboren. Das ist eindeutig falsch. Anders ausgedrückt: Für viele Linke ist die Vererbung an sich kein naturwissenschaftlicher Fakt, sondern eine Provokation gegenüber ihrer weltfremden Ideologie.