Tobias Schmid wurde in die Kategorie „Gegner“ aufgenommen. Der Direktor der Landesmedienanstalt NRW trägt letztendlich die Verantwortung für Vorgänge wie die Zensurbitte gegenüber Ben Berndt des Podcast-Formats „ungeskriptet“. Die Landesmedienanstalt NRW hatte Berndt aufgefordert, ein millionenfach angehörtes Gespräch mit Björn Höcke im Nachhinein abzuändern. Joachim Steinhöfel, der Anwalt von Berndt, antwortete darauf wie folgt: „Sie maßen sich eine Prüfungs-, Bewertungs- und Korrekturkompetenz für politische Interviews an, die Ihnen von Verfassungswegen nicht zusteht. (…) Eine Behörde, die einem Presseanbieter mitteilt, welche Aussagen eines politischen Gesprächspartners er zu kommentieren, richtigzustellen oder mit Hinweisen zu versehen hat, nimmt die Funktion einer Zensurbehörde wahr.“
Tobias Schmid hat bereits deutlich früher einen „Kampf gegen Fake News“ ausgerufen. „Ich glaube, die Desinformation ist im Moment eines der wichtigsten Themen, die wir haben“, zitierte ihn der WDR 2024. Um Inhalte zu finden, die den Wahrheitswächtern nicht gefallen, nutzen die Landesmedienanstalten die Überwachungssoftware KIVI. Tobias Schmid versuchte diese Software auch anderen europäischen Kollegen schmackhaft zu machen, berichtete netzpolitik.org 2022. Die WELT enthüllte zudem am 29. Juni 2026 eine weit verbreitete Zusammenarbeit zwischen Landesmedienanstalten und den Landesämtern für Verfassungsschutz. Das heißt: Wer sich im Internet kritisch äußert, läuft Gefahr, geheimdienstlich bespitzelt zu werden.
Unsere Einschätzung: Bei Schmid als Kopf der Landesmedienanstalt NRW besteht der Verdacht, daß sein Handeln darauf ausgerichtet ist, die Meinungsfreiheit einzuschränken und Zensurmaßnahmen mehr oder weniger subtil anzuregen.