Heinrich I. (876-936) war Herzog von Sachsen, König des Ostfrankenreiches sowie Vater und Vorgänger von Otto dem Großen.
Alexander Gauland bescheinigt ihm in seinem Buch über Die Deutschen und ihre Geschichte eine sehr wichtige Rolle: „Das deutsche Mittelalter beginnt mit einer Reihe großer Persönlichkeiten, die lange in der Erinnerung des Volkes lebendig geblieben sind. Herzog Heinrich von Sachsen soll am Vogelherd gesessen haben, als ihm Reichsinsignien und Thronschatz von dem Frankenherzog Konrad, dem ersten deutschen König, überbracht wurden. Er war der volkstümlichste, einte das Reich, erwarb Lotharingien, schob die Ostgrenze über die Elbe vor und besiegte ein erstes Mal – sozusagen zum militärischen Luftholen – die Ungarn. Der große Historiker Leopold von Ranke hat seine Wahl `den grundlegenden Akt der deutschen Geschichte‘ genannt, und das 19. Jahrhundert hat ihn neben Bismarck zum ‚Reichsgründer‘ stilisiert, eine rückwärts gewandte Historisierung, die der Sachsenherzog nicht verstanden hätte. Sein gewählter Nachfolger wird Otto I., den die Deutschen bald den Großen nennen.“