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Tugenden sind Verstandes- und Charaktereigenschaften, die ihre „Tauglichkeit“ nachgewiesen haben. Die AfD als stärkste patriotische Partei sollte sich zum einen als tugendhaft von den Altparteien abheben. Denn während sich die Altparteien den Staat mit einer unverfrorenen Selbstbedienungsmentalität zur Beute gemacht haben, wollen Patrioten dem Staat dienen. Zum anderen ist eine Erziehung zur Tugendhaftigkeit anzupreisen, weil wir dem mündigen Bürger vertrauen und uns gegen jede Bevormundung und politische Einmischung in seine privaten Entscheidungen wehren.

Tugenden werden benötigt, damit Politik Orientierung bieten kann. Als Kardinaltugenden, die der Dreh- und Angelpunkt (lat. cardo = Drehpunkt) unserer Politik sind, bieten sich an: Mut, Klugheit (Realismus) und Nächstenliebe in Verbindung mit Milde. Milde meint: Wir wollen Deutsche für unsere Sache begeistern, auch wenn sie uns bisher feindselig begegnen. Statt den ideologischen Riß, der durch unsere Republik verläuft, zu vertiefen und selbst in eine Wagenburgmentalität zu verfallen, müssen wir Spaltungen in Familien, Freundeskreisen, Belegschaften und der Öffentlichkeit überwinden. Der AfD-Slogan „Freiheit statt Spaltung“ brachte dieses Anliegen in der Zeit der Corona-Impffrage sehr gut zum Ausdruck.

Tugenden sind stabiler als Werte!

Im Vergleich zu den Tugenden haben „Werte“ einen flüssigen, leicht veränderbaren Aggregatzustand. Sie sind unverbindlich und lassen sich beliebig in das linke Konzept der Hypermoral integrieren. Die patriotische Opposition darf sich hier nicht reflexartig auf der Gegenseite positionieren, denn ein liberal-individualistisches „Anything goes“ richtet einen ähnlichen Schaden wie die Hypermoral an. Deshalb sollten wir im Bemühen um einen dritten Weg den Begriff der Tugend besetzen und trotzdem einen Bogen um Verbotsfanatiker bzw. selbsternannte „Tugendwächter“ machen. Ein tugendhafter Mensch braucht eben gerade keine Vorschriften der politisch-medialen „Wertegemeinschaft“. Er findet mit seinem anerzogenen, gesunden Menschenverstand selbst zu guten, aufrichtigen Entscheidungen, die respektiert werden müssen, auch wenn sie von der Masse abweichen.